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Was sind Weblogs?

Ein Weblog, eine Abkürzung für Weblogbuch, ist wie der Name sagt, eine Art Web-Tagebuch. Damit sind keinesfalls private Tagebücher gemeint, auch wenn es manche Blogger mit ihrem Selbstschutz nicht so ernst nehmen. In Weblogs, kurz Blogs, werden Beiträge chronologisch auf der Startseite veröffentlicht.

Im übrigen heißt es: DAS Blog (weil von Logbuch, Tagebuch) - und nicht ‘der Blog’. Das schreiben und publizieren von Beiträgen wird allgemein als bloggen bezeichnet - und die Autoren als Blogger. Alle Blogs und Blogger bilden eine Blogosphäre.

Welche Arten existieren: Blogtypologie

Es gibt verschiedene Arten von Bloganwendungen: WatchBlogs, die andere Medien beobachten, EduBlogs, Personal Blogs, Corporate Blogs (Unternehmensblog), Funblogs, u.v.m.

Technik der Blogs

Besonderheit der Weblog-Publishing-Systeme: Es ist sehr einfach, Webseiten zu publizieren. Weblog-Publishing-Systeme (Redaktionssysteme) sind einfache Content-Management-Systeme, die das Einfügen neuer Inhalte sowie die Veränderung bestehender Inhalte auch für Nutzer ermöglichen, die über keine oder nur geringe Kenntnisse im Webdesign verfügen. Die gestalterische Anpassung lässt sich bei vielen Weblogs mit Hilfe von Templates vornehmen.

Weblog-Software kann auf eigenem Webspace installiert oder als ASP-Dienst bei kostenlosen oder kostenpflichtigen Anbietern genutzt werden.
Zu den bekanntesten Systemen zur Selbstinstallation gehören die Systeme WordPress oder Movable Type (Technik: PHP/MySQL). ASP-Plattformen im deutschsprachigen Raum sind z. B. Twoday.net oder Blogger.de.

Aufbau und Struktur von Weblogs

Blogsysteme sehen zwar sehr unterschiedlich aus, die Grundfunktionen sind aber nahezu identisch:

  • Chronologische Anordnung von Beiträgen (Posts) in Kategorien mit so genannten Permalinks,
  • Beitragsformen wie Asides (oder Clippings, Snippets),
  • feste Seiten wie Impressum, Autorenprofil(e),
  • Kommentarfunktion, Trackbacks/Pingbacks,
  • Verlinkung via Blogroll und Bildung sozialer Netze,
  • Newsfeeds,
  • Taggen von Beiträgen, Bildung einer Tag Cloud,
  • Erweiterung der Funktionalität durch Widgets und Plugins,
  • Veränderung des Designs, der Themes.

Details und Erklärungen im Kurs bzw. in weiteren Beiträgen.

Streetgirl Blog

Blog einer Straßenprostituierten

Beispiele aus der Blogkultur

In der Bloggerwelt ist nichts unmöglich. Oft habe ich mich gewundert über Selbstdarsteller, Narzißten oder den Exhibitionsmus, den manche, vor allem Bloggerinen mit ihren erotischen Phantasien, preisgeben.

Ein paar Beispiele: Ein “Freudenmädchen”, eine Straßenhure, die mit intelligentem Humor über ihre Alltagserfahrungen mit Freiern bloggt. Eine Telefonhure bloggt unter Phonebitch. Oder der Paderborner Taxifahrer Torsten Bentrup, der sich über Polizei, Straßenverkehr und Ampeln ärgert. Auch Häuslebauer dürfen nicht fehlen: Eine Liste von Hausbaublogs. Besonders makaber: Ein Bestatter, der bloggt. Und dezent über ungewöhnliche Erfahrungen mit seinen toten Kunden schreibt. Und ein bloggender Polizist mit VS-Geheim. Den bloggenden Barkeeper nicht zu vergessen. Ein Lehrer, der bloggt, darf natürlich auch nicht fehlen. Ein Renner unter den deutschen Blogs: Bildblog (ein WatchBlog), das die Boulevardzeitung BILD analysiert.

Der Medienjournalist Stefan Niggemeier, der Mitgründer von BILDblog und Betreiber eines weiteren Weblogs auf seiner eigenen Internetseite, schrieb über sein Motiv des Bloggens: „Für mich ist es eine Sucht. Ein unstillbarer Hunger nach Aufmerksamkeit. Oder, um es positiver und weniger egozentrisch zu sagen: nach Kommunikation.“ (Wikipedia)

Datenschutz und Selbstschutz

Aufgrund der Natur und Anwendung von Weblogs sind gegebenenfalls Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bloggers möglich. Blogger sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass Weblog-Einträge stark verbreitet und langfristig archiviert werden. Im Gegensatz zu Foren oder sonstigen elektronischen Netz-Publikationen wird nichts gelöscht, sondern aus Gründen der Nachvollziehbarkeit lediglich (dünn) durchgestrichen. Blogger sollten sich daher sehr genau überlegen, was und wie sie formulieren, und den Selbstdatenschutz beachten. (Wikipedia)

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