Gute und bösartige Bots

Wir haben nun die “gutartigen” Bots (Abkz. für Robots) kennengelernt, genauer die Search Engine Bots, auch als Spider oder Crawler bezeichnet. Ob Google oder MSN Bot - sie suchen nach neuen und veränderten Webseiten, aber auch nach neuen Websites, um dort neue Seiten zu entdecken und später in den Index aufzunehmen.

Zu den “bösartigen”, aber mit etwas Fachkenntnis eher harmlos wirkenden, dafür ebenso neugierigen Bots zählen die Spambots. Als ebenfalls selbständig ablaufende Computerprogramme durchsuchen sie Websites nach verwertbaren E-Mailadressen, die sie für den späteren Massenversand von Spam Mails speichern. Wie Sie sich davor schützen, finden Sie in meinem Beitrag E-Mailadresse in Webseiten schützen.

Welche gefährlichen Bots es noch gibt und welche Schutzmethoden existieren…

Eine andere Form der Spambots sind die Bots, die gerade Blogs und Online-Diskussionsforen mit so genanntem Formularspam überhäufen. Und das täglich und gleich millionenfach. Diese Bots füllen alle Online-Formulare aus, die sie finden, ob thematisch passend oder nicht, um dort Ihre Schlagworte und URL zu hinterlassen. Für den Betreiber, der nicht über entsprechende technische Abwehrmaßnahmen verfügt, ein immenser Zeitaufwand, diese unerwünschten Kommentare zu löschen. So mancher Betreiber gab deswegen in der Vergangenheit sein Forum auf - oder schottete seine Website so ab, dass die Benutzerfreundlichkeit darunter litt.

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Vor Formularspam einfach schützen: Mit “Image Verification“. Dem Kommentierenden wird bei Eingabe seines Beitrags eine Grafik mit einer wechselnden Zahlen- und Buchstabenkombination angezeigt, die er wiederholen muss; die ein Spambot nicht auswerten und demnach scheitert. Hier im Webmedia-Lernblog setzen wir zwei Schutzverfahren gegen Formularspam ein: Einmal “Image Verification” (in den Kommentaren) und zum anderen ein simples Frage-Antwort-Spiel (siehe Kursanmeldungen). Dazu ist jedoch ein Content Management System wie beispielsweise Wordpress mit entsprechenden Plugins - oder entsprechende Programmierung erforderlich.

Eine viel aggressivere und gefährlichere Art der Bots ist auf Angriff einer Website programmiert. Sie versuchen durch Sicherheitslücken, z.B. in nicht gesicherten Blogsystemen wie Wordpress, Passwörter zu hacken oder im krassen Fall den Programmcode so umzuschreiben, dass ein Google-Suchender über die Suchergebnisse nicht zur eigenen, sondern zur Site des Angreifers umgeleitet wird (Google Redirects).

Mehr zum Thema ‘Spam-Schutz’ im Fortgeschrittenenkurs.

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