Der Künstler als Ich-AG? Kunst und Existenzsicherung

Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung, organisiert vom Kulturpolitischen Salon Leipzig

Dienstag, 10. Juni 2008, 20:oo bis 22:oo Uhr

Augustusplatz 12, 04109 Leipzig
Konzertfoyer der Oper Leipzig

Oper Leipzig, Eintritt frei

Es diskutieren:

  • Michael Fischer-Art (Künstler, Leipzig),
  • Holger Krause (Mitglied des Vokalensembles amarcord, Leipzig),
  • Anne-Catherine Coppens (Künstlerberaterin, Berlin).

Die heutige Arbeitswelt ist von einem stetig steigenden Anteil an freiberuflich ausgeübten Tätigkeiten gekennzeichnet und die öffentliche Diskussion darüber, wie diese Entwicklung zu bewerten sei, ist im vollen Gange. In der Kunstwelt hingegen ist dies hingegen schon lange der Normalfall: bildende und darstellende KünstlerInnen und MusikerInnen agieren als Einzelunternehmer, deren Erfolg auf den Prinzipien von Mobilität, Flexibilität sowie Parallelarbeit beruht. Doch seit jeher sind nicht alle Künstler und Künstlerinnen der Herausforderung gewachsen, wirtschaftlich eigenständig zu sein. Viele von ihnen leben und arbeiten unter prekären Bedingungen.

In diesem Zusammenhang wird verstärkt Kritik an den Ausbildungsprinzipien der Kunst- und Musikhochschulen laut, die den Aspekt der Existenzsicherung in der Lehrplangestaltung häufig ausblenden. Hier dominieren die notwendige technisch-handwerkliche Ausbildung und das Selbstverständnis der Hochschule als Nische und Freiraum gegenüber der Vermittlung von betriebswirtschaftlichen und ökonomischen Kenntnissen.

Im Zentrum des XV. Kulturpolitischen Salons soll deshalb die Frage stehen, welcher Spielräume es einerseits bedarf, um von der künstlerischen Tätigkeit leben zu können und welche Zusatzqualifikationen
andererseits dafür bereits im Rahmen der Ausbildung zu vermitteln sind.

Der Eintritt ist wie immer frei.

http://www.kulturpolitischer-salon.de/

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